Im ersten von drei Heimspielen des VC Olympia Berlin am vergangenen Wochenende errangen die Jungs von Trainer Ralph Post ihren sechsten Saisonsieg (24:26, 35:33, 25:19, 25:17). Gegen die Ammerländer Gäste gaben die Hausherren den ersten Satz ab, erkämpften sich dann den Marathon-Satz 2 und ließen anschließend nichts mehr anbrennen.
Schon am vergangenen Samstag in Essen machten es die Stützpunkt-Talente spannend. Zwei Sätze gingen 28:26 an die Gastgeber, die schließlich nach fünf hart umrungenen Durchgängen als glückliche Gewinner das Parkett verließen. Eine Woche später, am späten Samstag Nachmittag, kündigte sich ein ähnlich dramatisches Spektakel an. Zu Beginn der Partie hatten die Gäste aus Ammerland immer wieder die Nase ein klein wenig vorn. Doch die VCO-Jungs ließen nie locker und kämpften sich ran, konnten dann nie das Ruder übernehmen. Schließlich wehrten sie zwei Satzbälle ab, ehe der erste Durchgang mit 24:26 an Ammerland ging.
Der zweite wurde zum Volleyball-Krimi. Trainer Ralph Post stellte sein Team richtig ein. Dennoch begannen die Gäste wieder glücklicher, erarbeiteten sich einen Vorsprung. Beim 10:13 zündeten die Stützpunkt-Talente dann den Turbo, glichen aus und bauten später die eigene Führung bis zum 20:16 aus. Immer wieder setzten die Gastgeber mit starken Blocks die richtigen Akzente: hier kommt niemand mehr vorbei. Doch es sollte nochmal anders kommen: Das Zurich Team zeigte beim 24:20 Nerven, ließ Ammerland wieder ins Spiel. Schließlich gab’s in einem hoch dramatischen Finale zwei Satzbälle für die Gäste, ehe das Zurich Team 35:33 den Satzausgleich machte. Zwölf Chancen haben die Talente dazu gebraucht – rekordverdächtig.
In den folgenden zwei Sätzen machte die Tagesform der Berliner den Unterschied aus. Im Block machten sie Punkt um Punkt, während die Gäste sichtlich an Kraft und Mut verloren. Mit 25:19 und 25:17 zurrten die Stützpunkt’ler das Siegespäckchen und kletterten in der Tabelle drei Plätze auf Rang 10 nach oben. Trainer Ralph Post nach der Partie: „Der zweite Satz war der entscheidende. Wer diesen Marathon für sich entscheidet, kann anschließend mutiger aufspielen. Das ist uns heute gut gelungen!“ Das anschließende Spiel der Damen gegen die Tabellenführer schauten sich die zufriedenen Kämpfer gemeinsam an, ehe ihnen am darauf folgenden Sonntag Nachmittag selbst vor heimischen Publikum der Spitzenreiter der Liga entgegen treten sollte.
tj

Berlin/Potsdam 96,7 MHZ