Drei Sätze reichten Suhl, um ihren Auswärtsausflug bei den Stützpunkt-Athletinnen zu beenden (15:25, 26:28, 23:25). Bis auf den ersten Durchgang musste das thüringer Spitzenteam viel investieren, um zum Erfolg zu kommen. Am Ende ein verdienter, hart erkämpfter Sieg für die Gäste und ein guter Start für das Zurich Team ins neue Bundesliga-Jahr.
Die Partie gegen ihre Gäste aus Thüringen begannen die Stützpunkt-Talente etwas verhalten. Die Suhlerinnen beherrschten im ersten Satz das Geschehen, konnten sich in allen Elementen konsequent durchsetzen. Mit einem 15:25 Satzerfolg für den VfB sah alles nach einem raschen Spielverlauf aus.
Doch nich so der zweite Satz: Trainer Han Abbing hatte seine Spielerinnen in der Satzpause richtig eingestellt. Wie ausgewechselt lief nun beim VC Olympia alles, während die Südthüringer immer mehr ins Wanken gerieten. Eine hohe Führung zu Beginn des Durchgangs (7:2) wurde von Suhl zwar eingeholt, nie aber verloren die Berlinerinnen ihren Mut. Volleyball auf Augenhöhe wurde nun den rund 70 Zuschauern in der Anton-Saefkow-Halle geboten. Starke Verteidigungsleistungen, geschicktes und druckvolles Handeln am Netz und dominante Blockarbeit brachte Berlin immer wieder in Führung. Doch auch nach einigen Möglichkeiten zum eigenen Satzerfolg, hatten am Ende die Gäste das glücklichere Händchen.
Auch der dritte Durchgang bestach durch ausgeglichenen Volleyballsport. Suhl reagierte respektvoll auf die kämpfende Natur der Hausherrinnen, konnte sich jedoch immer wieder durchsetzen. Am Ende ein verdienter Sieg der Gäste, aber auch eine sehenswerte Leistung der Nachwuchstalente.
„Nach zehn Tagen Pause sind wir erst seit Dienstag wieder im Training. Dafür haben wir eine ordentliche Leistung gebracht“, erklärt Abbing. „Im zweiten und dritten Satz sind es am Ende Detailfehler in der Ausführung, die uns am Satzgewinn hindern. Wenn wir jede Woche hart trainieren und gute Leistungen bringen, werden wir in der Rückrunde einige Sätze, vielleicht sogar ein oder zwei Spiele gewinnen“, prognostiziert der Bundestrainer.
Morgen können die Schmetterlinge es noch schaffen: die Überraschung für ihren Trainer. In Schwerin wird es allerdings nicht einfacher, zum Erfolg zu kommen. Das nächste Heimspiel bestreiten die Berlinerinnen am 21. Januar gegen den USC Münster.
tj

Berlin/Potsdam 96,7 MHZ