Mit 2:3 musste sich am Samstag das junge Auswahlteam des VC Olympia Berlin gegen den Aufsteiger aus Rumeln geschlagen geben. Dabei sah zunächst alles nach einem Triumph der Hauptstädter aus.
Trotz der bitteren Niederlage beim Krimi im Ammerland am vergangenen Samstag hatte man, gestärkt durch den letzten Heimsiegerfolg gegen Essen, ein gutes Gefühl. Ohne Ole Schwerin und Jannik Kühlborn startete das Team von Coach Daniel Herrmann sehr konzentriert in die Begegnung. Eine herausragende Annahme im ersten Durchgang ermöglichte Zuspieler Felix Klaue seine Angreifer stets gut in Szene zu setzen. Darüber hinaus konnte der Gastgeber von der Harmlosigkeit des Rumelner TV profitieren, ein 25:22 war die logische Konsequenz.
Der zweite Durchgang war eine Kopie des ersten Satzes. Die stabil stehende Annahme ermöglichte dem Zurich Team gute Angriffsmöglichkeiten, sodass Gästetrainer Oliver Gies beim Stand von 20:15 gezwungen war, eine Auszeit zu nehmen. Prompt schlichen sich Fehler ins Spiel der Berliner ein. Daniel Herrmann reagierte, nahm eine Auszeit beim 20:19 und sein Team sicherte sich den Satz verdient, wenn auch knapp mit 25:23. Alles sah nach einem ungefährdeten zweiten Heimsieg aus.
Der Start in den vorentscheidenden Satz begann gut für den VCO, eine schnelle 3:0 Führung nach Aufschlägen von Felix Klaue gab ein sicheres Gefühl. Jedoch schlichen sich schnell Unachtsamkeiten ein, der Rumelner TV kam heran und konnte sich auf 12:9 absetzen. Diesen Vorsprung konnten die Gäste behalten, entschieden den Satz mit 25:20 für sich.
Offensichtlich beeindruckt von der Rückkehr des Aufsteigers aus dem Ruhrpott zeigte sich das junge Team des VC Olympia. Zu keinem Zeitpunkt des vierten Durchgangs konnten die Gastgeber ihr Potenzial abrufen. Auch die Einwechslungen von Max Betzien, Friederich Nagel und Max Hölzig brachten keinen erhofften Erfolg. Ein überdeutliches 25:13 für Rumeln erzwang den Tiebreak, indem eine Leistungssteigerung des Zurich Teams erfolgen musste.
Der entscheidende fünfte Satz verlief zunächst ausgeglichen, doch eine Aufschlagserie von Gerrit Zeitler auf Seiten der Gäste brachte Rumeln in Front. Dieser Rückstand konnte nicht mehr aufgeholt werden, mit 15:13 ging der entscheidende Durchgang nach knappen zwei Stunden Spielzeit an die Gäste.
In 3 Wochen geht die Reise nach Solingen, wo der zweite Saisonsieg geholt werden soll, ehe am 5.11. das Berlin-Derby gegen den Kontrahenten aus Lindow ansteht.
jk

Berlin/Potsdam 96,7 MHZ