Zum Abschluss des VCO-VolleyDays trat Alemannia Aachen gegen die Schützlinge des Bundestrainers Han Abbing an. Nach zwei sehr sehenswerten und erfolgreichen vorangegangenen VCO-Spielen an diesem Volleyball-Nachmittag lag Spannung in der Luft. Schließlich ist das Triple nicht geglückt: Aachen siegte 1:3 (25:18, 13:25, 24:26, 14:25).
Eine gut gefüllte, gut gelaunte Anton-Saefkow-Halle war Schauplatz für ein sehr attraktives Volleyball-Match der 1. Bundesliga Frauen. Nicht nur VCO-Anhänger, auch ein farbenfroher Alemannia-Fanblock bejubelten spektakuläre Ballwechsel. Hoch motivierte Berlinerinnen zeigten gute Leistungen und viel Einsatz. Stärke im Abschluss und effektive Abwehr von Beginn des 1. Satzes an setzte die Gäste unter Druck. Beim 2:7 betrat Angelina Grün das Berliner Volleyballparkett. Doch das Zurich ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, baute den Vorsprung aus. Schließlich verbuchte Berlin mit 25:18 einen weiteren Satz auf dem Pluskonto der Saison.
Bahnte sich da eine Sensation an? Im zweiten Durchgang wurden sowohl die Feldhälften als auch die Rollen getauscht. Aachen agierte nun dominant und die jungen Berlinerinnen ließen sich beeindrucken. Ein sehr deutliches 13:25 brachte den Ausgleich. Zugleich begriffen Zuschauer wie Spielerinnen, dass es aus eigener Kraft geschehen müsse. Satz 3 präsentierte Volleyball auf Augenhöhe: Keiner Mannschaft gelang es, sich bedeutend abzusetzen. Viele spannende und spektakulär abgeschlossene Spielzüge verzückten das Publikum, ob Aachener oder Berliner. Die Spannung gipfelte im Satzende. Vom 22:22 über 23:23 und 24:24 hatte schließlich Alemannia das glücklichere Händchen.
Der vierte Durchgang fiel ab der zweiten Satzhälfte deutlich aus. Aachen konnte sich mit druckvollen Aufschlägen und solider Blockarbeit absetzen. Am Ende gewannen die Rheinländer mit 25:14 klar. Trainer Han Abbing war, wie die mitfiebernden Eltern und Zuschauer, zufrieden: „Wir haben phasenweise sehr gut gespielt und lange, spannende Ballwechsel für uns entscheiden können. Zum Spielende haben vier 17-jährige auf dem Feld gestanden. Die vergangenen zwei Wochen waren für die Mädchen sehr intensiv. Das laufende Training, inklusive drei Spieltage in sieben Tagen zehren an den Kräften. Heute konnten wir aber erkennen, dass sie der Belastung standhalten können. Das ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung unserer Spielerinnen.“
Am kommenden Freitag steht die nächste Prüfung bevor. Zu Gast in der Anton-Saefkow-Halle ist ab 18:00 Uhr Smart Allianz Stuttgart.
tj

Berlin/Potsdam 96,7 MHZ